Toleranz üben üben

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„Toleranz üben üben“ heißt die neue Aktion der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Ende September werden wieder alle evangelischen Haushalte einen schriftlichen Gruß ihrer Kirche bekommen. Zum dritten Mal erhalten alle Kirchenmitglieder eine Anregung zum Nachdenken direkt ins Haus. Dazu gehören wieder Plakate, Banner an manchen Kirchengebäuden, öffentliche Aktionen und eine Internetseite. Sie lädt ein, eigene Toleranz-Motive zu erstellen.

Bereits in den vergangenen Monaten hat die Evangelische Kirche in Deutschland im Rahmen der Reformationsdekade das Thema „Toleranz“ besonders herausgestellt. Der Kirchenpräsident der EKHN Volker Jung sagte, Toleranz sei mehr als das Ertragen oder Erdulden anderer Ansichten. Sie müsse zur „Anerkennung des anderen“ führen. Zugleich könne Toleranz aber nicht bedeuten, dass alles „gleichgültig und erlaubt ist“. Toleranz finde ihre Grenze dort, wo die freiheitlichen Werte einer demokratischen Gesellschaft nicht geachtet würden.

„Toleranz üben üben“ möchte die Empfänger vor allem darauf hinweisen, dass Toleranz wie ein Muskel trainiert werden will und mit ganz alltäglichen Übungen zum Mitmachen und Mitüben einladen.

Offenheit gegenüber bisher Fremdem und Verständnis für noch Ungewohntes schaffen Toleranz. Egal ob es um Essen, Musikgeschmack, Hobbys oder besondere Gewohnheiten geht – gefragt sind häufig nicht große Worte oder Gesten, sondern menschliche Zuwendung und ehrliches Interesse. Üben Sie mit!

Mehr Informationen gibt es ab dem 23. September im Internet unter: www.toleranz-üben.de

Pfarrer Martin K. Reinel