Das letzte Jahr im Kindergarten

ZahlenlandDie ganzheitliche Entwicklung eines jeden Kindes beginnt mit der Geburt. Dennoch ist das letzte Jahr im Kindergarten etwas Besonders. In ihrem letzten  Kindergartenjahr nehmen sich die Vorschulkinder als „die Großen“ wahr. Bei gruppenübergreifenden Projekten und Angeboten in ihrer Altersgruppe entwickeln sie ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Angebote und Aktivitäten werden inhaltlich und vom Schwierigkeitsgrad auf ihr Alter abgestimmt. Ziel ist die ganzheitliche Förderung und Vernetzung einzelner Entwicklungsbereiche wie der Wahrnehmung, der Sprache, des Sozialverhaltens, der Selbständigkeit, der kognitiven und mathematischen Entwicklung.

In der altershomogenen Gruppe treffen sich die Kinder aus beiden Gruppen einmal in der Woche im Schulkindertreff. In vielfältigen Themen und Projekten greifen wir die alters- und entwicklungsbedingten Bedürfnisse der Vorschulkinder auf. Wir suchen mit den Kindern nach  Möglichkeiten und Lernstrategien, die ihnen helfen, ihren Fragen nach zu gehen. Dabei sind Bücher, das Internet, Filme, Ausstellungen und vor allem die Begegnung mit Menschen wichtig und interessant.

 

n unterschiedlichen Lebenssituationen begegnen die  Kinder mathematischen Einheiten. Das Jahr hat 12 Monate, wir erleben vier Jahreszeiten, die Woche hat sieben Tage. Jeder Tag hat seine immer wiederkehrende feste Struktur:

Aufstehen, Frühstücken, in den Kindergarten gehen, Mittagessen usw. Am Mittagstisch decken wir den Tisch für 12 Kinder. Beim Würfelspiel zählen wir die Punkte und rücken weiter.

Mathematik gehört zu unserer Lebenswelt. Die meisten Kinder haben ein hohes Interesse  am  Zählen, Zuordnen, Vergleichen und Sortieren. In spielerischer, ganzheitlicher Form  greifen wir die Neugierde der Kinder an Zahlen, Mengen, Formen und Symbolen auf. Wir hüpfen unsere Telefonnummer auf einem Riesenhandy am Boden, suchen Dreiecke, Quadrate, Kreise und Rechtecke in unserem Gruppenraum, legen Zahlenreihen an  und verändern sie, backen unsere Lieblingszahl usw. So machen die Kinder Grunderfahrungen und bilden Vorläuferfertigkeiten für das schulische mathematische Lernen.

Musik dröhnt aus der Musikbox. Zu fetzigen Rhythmen flitzen die Kinder auf ihren Skates durch die St. Georgenhalle. Bewegungsfreudige Kinder können im letzten Kindergartenjahr das Inlineskaten erlernen. Gleiten, Fallen, Bremsen und Speeden lernen die Kinder spielerisch und mit viel  Spaß und Freude.

„Kinder stark machen“ ist das Ziel des Projekttages mit Frau Lydia Weyerhäuser (Kinderschutzfachkraft). Mit Büchern, Gesprächen und Rollenspielen lernen die Vorschulkinder Handlungsstrategien kennen, um sich in bedrohlichen Situationen zu schützen oder angemessen zu reagieren. Das Projekt wird finanziell vom Ministerium für Bildung unterstützt.

Am Ende des letzten Kindergartenjahres unternehmen die Kinder einen Tagesausflug mit ihren Erzieherinnen. Anschließend treffen sich die Familien zu einem Abschlussgrillfest im Kindergarten. Gemeinsam schauen wir Bilder und Fotos an, die an die vergangenen Jahre erinnern. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge nehmen wir bewusst Abschied.  In den vergangenen Jahren sind wir uns vertraut geworden und haben vieles erlebt und gelernt, um gut vorbereitet den neuen Lebensabschnitt zu beginnen.