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Eindrücke vom Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg

Mittwoch, der 24.05.2017. Fünf Mitglieder des Konfi-Teams fahren gemeinsam um 07 Uhr im Auto Richtung Bad Soden. Vertreten im KFZ sind die Gemeindepädagogin Alexandra Scheffel, Lilli Freund, Celina Hofer, Alexander Walz und Jeremy Jason Sieger, wir alle ausgestattet mit Koffer, Tagesrucksack und viel Vorfreude auf Berlin. In Neukölln, einem Stadtteil im Südosten Berlins,  am Nachmittag angekommen, bezogen wir die Konrad-Agahd Grundschule. Aus Zufall hatten wir ein Zimmer fast für uns, also relativ viel Platz zum Ausbreiten. Es ging direkt Richtung Brandenburger Tor mit der U-Bahn zum Eröffnungsgottesdienst und zum Abend der Begegnung. Fleißig sammelten wir die diversen Emoji-Karten mit Motiven wie z.B. ein Engels-Emoji, ein lachendes, ein trauriges oder ein Luther-Emoji passend zum Reformationsjubiläum.

Am 2. Tag starteten wir mit einem Guten-Morgen-Walk Richtung Gemeindehaus, um dort gemeinsam zu frühstücken. Gestärkt travellten wir zum Zentrum Jugend, um uns im Tempodrom die Bibelarbeit zu Lukas 1, 39-56 von Eddi Hüneke (Wise Guys) anzuhören. Danach erkundeten wir das Zentrum Jugend und bewunderten die Gerüstkirche, genossen ein Soft-Eis, drehten in Team-Work ein Seil und begutachteten die vielfältigen Stände der verschiedenen Organisationen. Anschließend teilten wir uns auf, um zum einen am offenen Singen mit Eddi, zum anderen am Musiktheater zu Anne Frank teilzunehmen. Nach beiden Veranstaltungen trafen wir uns zum persönlichen Highlight des Tages wieder am Brandenburger Tor. Das große Wise Guys Konzert. Die A-Cappela Gruppe um Dän, Nils, Sari, Eddi und Björn gab in diesem Jahr ihr letztes und gleichzeitig ihr größtes Konzert auf einem Kirchentag.

Laut dem Veranstalter besuchten die Wise Guys rund 35.000 Kirchentagsbesucher,aber nach der Auffassung der Künstler und der mathematischen Formel, die mithilfe der Fläche des Platzes und der Zeit, die die Laola von vorne bis ganz hinten brauchte, ausrechnen lässt wie viele Zuschauer nun wirklich da sind, kamen wir auf eine mindestens doppelt so hohe Zahl. Bei allem anderen handelt es sich ganz eindeutig um FakeNews! Mit dem Abendsegen ging es nun wieder Richtung Schule, um dort neue Energie für den nächsten Tag zu sammeln.

 

 

Der erste Weg, den wir am Freitag zurücklegten, führte uns zur Messe. Dort durchliefen wir im Zick-Zack einen Teil vom Markt der Möglichkeiten mit seinen vollen Ständen zu vielen verschiedenen Themen. Gut mit Sonnencreme eingeschmiert ging es  zum Alex, denn dort stand das Rote Sofa. Auf diesem roten Sofa werden Prominente interviewt. Als wir ankamen kam Gregor Gysi auf das Rote Sofa, der selber eigentlich nicht gläubig ist. Wir hörten noch das Interview mit Eddi, der auch eins seiner Lieder anstimmen durfte und Dr. Eckart von Hirschhausen,

der u.a. von seinem Fernsehdreiteiler erzählte. Nun ging es nach einer kleinen Stärkung wieder Richtung Messe Süd, wovor Samuel Harfst ein kleines Straßenkonzert gab. Jetzt erkundeten wir den Rest der Messehallen und berieten danach, was der Anlaufpunkt des Abends werden sollte. Wir entschieden uns für einen Italiener, dessen Pizza sehr köstlich war, dabei machten wir auch Bekanntschaft mit der Berliner Interpretation einer Weinschorle –  ein kleines Abenteuer.

 

„Ecclesia semper reformanda – Kirche immer reformieren“. So hieß der Hauptvortrag in den wir uns am Samstagmorgen um 11 Uhr hinein setzten und den Worten von Nadia Bolz-Weber, einer liberalen Pastorin aus Denver (USA), die schon das zweite Mal auf einem Kirchentag war und die Kirche in den USA an den Pranger stellte. Danach sprach Prof. Dr. Christina Aus der Au, die Kirchentagspräsidentin aus Frauenfeld (Schweiz). Beide redeten von der Kirche heute im Vergleich zu früher und über die Reformation. Sie waren sich einig, dass die Kirche ständig reformiert werden müsse, vor allem in dieser dynamischen Zeit, im Postfaktum. Der Vortrag war höchst interessant, zum einen Aufgrund der Thematik und zum anderen wegen den beiden Rednerinnen und deren hohen rhetorischem Geschick. Den Nachmittag verbrachten wir im Zentrum Jugend. Den Abend ließen wir letzendlich am Hackeschen Markt gemütlich ausklingen. 

 

Du siehst uns Sonntag in Wittenberg. Nach der Dusche am frühen Morgen, dem Aufräumen der Klassenräume, dem Packen und dem Frühstück ging es von Berlin mit unserem Reisebus Richtung Wittenberg. Wie die Tage davor auch, hatten wir sehr schönes Wetter, aber leider zu wenige Wolken bei zu hohen Temperaturen für eine Festwiese. So packten wir extra Wasser ein und bekamen sogar vor Ort noch frische Flaschen mit Wasser. Die Menschenansammlung war gewaltig und die gesamte Organisation dahinter möchte man sich nicht ausmalen. Zum Glück gab es während des Kirchentagesviele viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, meist Jugendliche, die wichtige Aufgaben übernahmen. Unter diesen waren auch die uns bekannten 40 Helfer aus den Dekanaten Mainz und Ingelheim, die morgens zwischen fünf  und sechs Uhr in Berlin in den Zug einstiegen, nachdem sie in der Nacht bis halb 1 am Brandenburger Tor abgebaut hatten. Als der Gottesdienst beendet war, liefen wir zurück zum Shuttle, das uns zum Bus brachte. Bevor es los ging, stärkten wir uns noch mit einem Eis am Stiel. Auf der Rückfahrt ruhten wir uns aus und versuchten wieder Energie für die Schule oder die Arbeit am nächsten Tag zu sammeln. Pläne für Dortmund 2019 wurden schon geschmiedet und das Bett herbeigesehnt. In Bad Soden wieder angekommen, fuhren wir fünf Rheinhessen wieder auf die  „richtige Uferseite“ des Flusses nach Hause.

 

 

Jeremy Jason Sieger

Samuel Harfst vor den Messehallen

Berlin – Alexanderplatz

im Zentrum Jugend

Auf dem Alex

Bahnfahren zum nächsten Veranstaltungsort

Die Gruppe mit den Kirchentagsschals

Konfirmation 2017

Am Pfingstsonntag, dem 4. Juni 2017 feiern wir im Gottesdienst um 10:15 Uhr die diesjährige Konfirmation. Vier Jugendliche haben sich in den vergangenen eineinhalb Jahren, gemeinsam mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Vendersheim und Jugenheim auf diesen Tag vorbereitet.
Etwa einmal im Monat trafen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden zu den Konfi-Samstagen, an denen es um Themen wie z.B. Fair Trade, Umgang mit Medien, Psalmen, das Glaubensbekenntnis, das Vater Unser, Taufe und Abendmahl ging. Darüber hinaus gab es innerhalb dieser Zeit eine Übernachtung in der Kirche in Vendersheim, einen Ausflug zum Jugendkirchentag der EKHN in Offenbach mit der Teilnahme an einer Konfi-Rallye, die Teilnahme am Dekanatskonfirmandentag in der Diakonie in Bad Kreuznach, eine Kanu-Tour auf der Lahn mit Übernachtung in Zelten und das Abschluss-Seminar in Trechtingshausen. Auf diesem wurde gemeinsam der Vorstellungsgottesdienst erarbeitet, der am 14. Mai in Jugenheim stattfand.

Vorstellungsgottesdienst 2017

Am Sonntag, dem 14. Mai 2017 stellen sich unsere diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden um 10 Uhr im Gottesdienst in der Martinskirche Jugenheim vor. In diesem Jahr findet erstmalig ein Gottesdienst für die drei Gemeinden (Jugenheim, Partenheim und Vendersheim), die auch ihre Konfi-Zeit gemeinsam verbracht haben, zusammen statt. 

In diesem Gottesdienst wollen die Konfis die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher daran teilhaben lassen, was sie gemeinsam im vergangenen Konfi-Jahr erlebt und erfahren haben.
Im Anschluss an den Gottesdienst sind Sie herzlich eingeladen noch einen Moment in der Kirche bei kleinen Snacks und Getränken zu verweilen.

Wunderschöne Songs

AnnaOffenUndJochenGuenther1Am Sonntag, den 16. Oktober ab 19:30 Uhr geben Anna Offen (voice & piano) und Jochen Günther (git & voc.) ein gemeinsames Konzert in der evangelischen Kirche in Partenheim.

Ihre Lieder gehen unter die Haut: Mit ihrer samtig weichen und doch vollen Stimme singt Anna Offen auf bezaubernde Weise Songs von Adele, Norah Jones oder Joss Stone. Gemeinsam mit Jochen Günther an der Gitarre beeindruckt die junge Sängerin und Pianistin bei ihren Konzerten durch enorme Ausdruckskraft. Weiterlesen

Denkanstöße zum Thema „Heimat“

2016 1 17 Partenheim Jugendgottesdienst Heimat 2Jugendgottesdienst bietet Denkanstöße zum Thema „Heimat“

Die Stuhlreihen im Halbrund der Apsis der Evangelischen Kirche Partenheims waren voll besetzt. Stimmungsvoll flackerten zahlreiche Kerzen vor dem Altar. Sie kontrastierten mit einem hoch aufragenden Flachbildschirm, auf dem die Besucher des Jugendgottesdienstes der Evangelischen Gemeinde in Partenheim das Motto dieses besonderen Gottesdienstes in großen Buchstaben lesen konnten: „Heimat“. Weiterlesen

Rückblick Sommerfest

Liebe Eltern, das Team des Kindergartens und der Elternausschusses möchten sich bei allen Gästen und Helfkigasommer15ern des diesjährigen Sommerfestes ganz herzlich für die zahlreichen Geld- und Sachspenden in Form von Kuchen und Salaten bedanken.
Ihre großzügigen Geldspenden in Höhe von 1.137 Euro wurden für anfallende Kosten für Würstchen, Brötchen und Getränke und Mietkosten der Zapfanlage, Kühlschränke und der Eistheke verwendet. Weiterlesen

Erinnerung muss sein, um uns zu Wachsamkeit und Achtsamkeit zu mahnen

DSC_0149Evangelischer Kirchenvorstand in Partenheim initiiert Holocaust-Mahnmal

„Erinnern hat meist etwas schmerzliches, Erinnern an vergangenes Schönes, an gute Zeiten, weil sie nicht mehr sind, und Erinnern an Schreckenszeiten, eben weil es sie gab. Verführerisch ist es zu verdrängen“, anlässlich der Einweihung des Mahnmals für die jüdischen Bürger Partenheims, Weiterlesen

„Mutiges Standhalten – , von der Gemeinschaft getragen, vom Glauben gestützt“

Evangelische Gemeinden organisierten gemeinsam Mauerfall-Veranstaltungsreihekarinbecker
„Als die Mauer geöffnet wurde, glaubte ich zu träumen. Die Tür, die sich für mich 1985 für immer geschlossen hatte, war wieder offen“, Karin Becker, die als 26jährige Theologiestudentin vor mittlerweile fast 30 Jahren die Ausreise aus der damaligen DDR gelang und die heute Pfarrerin der evangelischen Gemeinden Appenheim, Nieder- und Ober-Hilbersheim, erinnerte sich im Rahmen des Festgottes-dienstes zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in der Evangelischen Martinskirche von Jugenheim an die dramatischen Ereignisse. Weiterlesen

Alle Jahre wieder…

Noch 47 mal schlafen, von heute an, dann ist es wieder soweit!
Der Countdown läuft und es ist höchste Zeit , dass wir mit den Proben zu unserem diesjährigen Krippenspiel anfangen!
Dazu treffen wir uns zum ersten Mal
am Donnerstag 13. November 2014 um 17:00h
im evangelischen Gemeindehaus Partenheim, Vordergasse 48.

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Gedenken – Danken – Bitten

10 2014 Mauerfall Plakat2Evangelischer Festgottesdienst und Filmvorführungen zum 25. Jahrestag des Mauerfalls

Gleich mit einer ganzen Veranstaltungsreihe gedenken die Evangelischen Gemeinden Appenheim, Bubenheim, Engelstadt, Jugenheim, Ober- und Nieder-Hilbersheim, Partenheim Stadecken-Elsheim und Vendersheim an den 25. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2014. Am Freitag, den 7. November um 20 Uhr, wird in der Evangelischen Kirche Engelstadt der Film „Goodbye Lenin“ gezeigt, anschließend berichten Zeitzeugen von der „friedlichen Revolution“ an der damaligen deutsch-deutschen Grenze. Am 8. November ist im Evangelischen Gemeindehaus von Partenheim ein Film über den Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler zu sehen, anschließend gibt es wieder ein Zeitzeugengespräch. Am Sonntag, den 9. November 2014 um 10 Uhr, feiern die Gemeinden schließlich gemeinsam unter dem Motto: „Gedenken – Danken – Bitten“ in der prachtvollen Jugenheimer Martinskirche einen Festgottesdienst.

Gedenke – Gottesdienst zu Pogromnacht am 9. November 1938.

9112013PlakatAm 10. 11. 2013 um 10:15h gedenken die evangelischen Kirchengemeinden Partenheim, Vendersheim, Appenheim, Nieder-Hilbersheim, Ober-Hilbersheim, Jugenheim und Stadecken-Elsheim in einem gemeinsamen Gottesdienst in der evangelischen Kirche Partenheim der Ereignisse vor 75 Jahren.
Das Gedenken und Erinnern ist „der erste Schritt zur Erlösung“. Das Gedenken verändert sich mit den Jahren. Es gibt nur noch wenige, die die  Novemberpogrome 1938 als Erwachsene erlebt haben. Sowohl auf Seiten der Opfer als auch auf Seiten der Täter und Mitläufer. In den letzten Jahren rückt die Generation derer, die damals Kinder waren, in den Vordergrund.
Ebenso die Kinder und Enkel dieser Kinder, also die sogenannte zweite, dritte und vierteGeneration. Verwüstungen auch in ihren Seelen, bis heute. Darum gedenken wir, reden und schweigen nicht.  Und wir gedenken, weil wir nie wieder zulassen wollen, dass in unserem Land Menschen anderen Glaubens oder anderer Herkunft verfolgt und misshandelt werden.
Und wir gedenken bewusst als evangelische Kirchengemeinden weil auch die Evangelische Kirche seinerzeit versäumte zu mahnen und zu widerstehen.